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22 / 12 / 2016

Weihnachtsgrüße aus Nürnberg

Postkarten aus dem Museum Industriekultur zeigen die winterliche Stadt

Der Schnee legt sich wie Zucker über die Dächer, Straßenlampen leuchten wie Sterne in der Nacht: So schön kann Nürnberg sein! Idyllische Motive zieren die historischen Weihnachtspostkarten aus dem Fundus des Museums Industriekultur. „Sie zeigen die Stadt von einer Seite, die es heute nicht mehr gibt“, sagt Kuratorin Regine Franzke. Die Händler auf dem Christkindlesmarkt bieten ihre Waren nicht in Buden, sondern unter Zeltbahnen an. Vor dem Stadttheater, das später zu den Städtischen Bühnen Nürnberg wurde und 2005 zum Staatstheater aufgestiegen ist, laufen noch Straßenbahnschienen und über der Pegnitz steigt die Silhouette der Synagoge auf.

Postkarten wie diese sind für Historiker hilfreich, denn sie spiegeln die Geschichte der Menschen in ihrer Zeit. Die Motive, die Regine Franzke für den Museenblog aus der kleinen, feinen Sammlung herausgesucht hat, stammen aus den Jahren 1899 bis Mitte der 1960er. Aus Zeiten also, als das Schreiben noch in Mode war.

Dabei erlebte die Postkarte um die Wende zum 20. Jahrhundert einen wahren Boom: Bis zu 90 Millionen wurden damals jährlich in Deutschland gedruckt. Längere Mitteilungen wurden erst 1904 möglich, als die Karte ihren Teilungsstrich erhielt und neben der Adresse Platz blieb. Zuvor mussten alle Botschaften und Grüße um und neben das Motiv – etwa wie bei der Karte vom Henkersteg – gequetscht werden.

Die Postkarten sind aus der Mode gekommen. Heute schreibt man eine E-Mail, simst oder lässt die Freunde über Whats-App wissen, was läuft.

Die Freude, die eine Weihnachtspostkarte macht, können sie nicht ersetzen. Deshalb senden wir vom Museenblog Ihnen auf diesem Weg herzliche Grüße und die besten Wünsche für schöne Feiertage, ein gutes Ankommen im Neuen Jahr und so viel Freude am Winter, wie die Schlittschuhläufer am Dutzendteich haben!

Wintervergnügen auf dem Dutzendteich.

Wintervergnügen auf dem Dutzendteich.

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